Beim Betrachten der Bilder von Westing, die früheren sind sozusagen schematisch-abstrakt, die späteren OHNE TITEL aber gewinnen irgendwo assoziierbare Formen, wird der Betrachter in die gleiche unsichere Position gezwungen, die auch dem Bild inne wohnt.

Die Unsicherheit der Betrachter begründet sich darin, daß er das im Bild Geschehene nicht mehr mit dem vergleichen kann, was er draußen in der Natur gesehen hat.

Die Realität des Bildes entspricht nicht mehr der Wirklichkeit. Durch die Verfremdung ist jedes Bild anders. Dennoch verbindet alle miteinander das Prozeßuale der Handschriftlichkeit, die in ihrer kleinteiligen Konfiguration und geübten Strichsetzung so nur bei Westing zu erfahren ist.
Westing benutzt, einer Makrolinse gleich, Ausschnitte der Wirklichkeit, die trotz ihrer scheinbaren Vertrautheit, fremdartig wirken.