Westing sieht in der Farbe die höchstmögliche Freiheit des künstlerischen Schaffens.
Für die Bilder heisst das, dass, unabhaenging vom Format, in der kleinen Fast-Miniatur bis hin zum grossen Bild der Prozess des Malens deutlich ist. (Farbe) (...) ist sozusagen der Schauspieler bei den Akten des Malens.
OHNE TITEL heißt (...), daß das Artefakt Bild nicht eingeengt werden soll,
nicht in theoretische oder andere Strukturen eingebunden werden darf.(...) Der Titel würde zum Beispiel das Bild hindern, sich zu entfalten, eine eigene Kreativitaet zu entwickeln.

Der Maler (Giso Westing) sieht dort etwas, das andere so dort nicht sehen würden. Der Gegenstand, die Gegenstaende, die alltäglich in millionenfacher Information unser Auge treffen, (...) tangieren den Künstler anders.
Westing stellt vor, OHNE TITEL, weil das Bild selbst ein neuer Gegenstand der Realität geworden ist.