 |
Was bei Timm Ulrichs zurücktritt, ist die persönliche, sogenannte künstlerische Handschrift, die Überbetonung des Künstlerischen überhaupt. Kommt ihm eine Intuition, überwiegt sofort die Vernunft - und umgekehrt. Deswegen treten seine Arbeiten auch aus der Reihe des uns gewohnten abendländischen logischen Denkens heraus. Vernunft und sinnliche Wahrnehmung halten sich aber die Waage.
Wenn man will, kann man sagen, Timm Ulrichs lehnt die Ästhetik der Form ab und tritt für die Anti-Kunst ein wie Marcel Duchamp.
Aber das stimmt nur zum Teil, denn formschön sind manche seiner neu erdachten oder kombinierten Gegenstaende schon, z.B.:
A=a (Widerlegung des Identitaetsprinzipes)
So lebt Ulrichs in seiner Kunstwelt zwischen Marcel Duchamp und Heinrich Kleist.
|